| Lösungen | Gebäudetechnik | Lösungen | Gebäudetechnik | Praxistipps

Praxistipps

Praxistipps

Für den Umgang mit unterschiedlichen WAGO-Produkten erhalten Sie hier hilfreiche Praxistipps.

Max. 1 Watt Verlustleistung

Anforderungen gemäß neuer Norm IEC 61439

Seit November 2014 müssen alle Niederspannungsschaltgerätekombinationen im europäischen Wirtschaftsraum die Anforderungen der neuen Norm IEC 61439 erfüllen. Mit dem Ziel, Personen und Anlagen in der Elektroinstallation zu schützen, gibt die Norm sicherheitstechnische Anforderungen für Schaltanlagen, wie elektrische Energieverteilungen in Gebäuden und industriellen Anwendungen, vor. Für Planer, Anlagenbauer, Elektroinstallateure und Endkunden ergeben sich damit neue Anforderungen und Verantwortlichkeiten.

Verantwortung für den Bauartnachweis

Die neue Norm unterscheidet zwischen ursprünglichem Hersteller und Hersteller. Ursprünglicher Hersteller ist laut Norm derjenige, der die Schaltanlage ursprünglich konstruiert. Er muss laut IEC 61438 den Bauartnachweiß erbringen. Im Rahmen des Bauartnachweises sind diverse Einzelnachweise umzusetzen, einer davon ist der Nachweis der Erwärmungsgrenzen.

Um die Erwärmungsgrenzen erfolgreich nachzuweisen, muss der ursprüngliche Hersteller belegen, dass die Verlustleistung der stromführenden Betriebsmittel sicher abgeführt wird, sodass im Schaltschrank keine zu hohe Innentemperatur entsteht.

Für Schaltanlagen bis 1600 A kann der Nachweis laut DIN EN 61439 dadurch erbracht werden, dass Verlustleistungen der verwendeten Betriebsmittel berechnet werden. Bei Schaltanlagen über 1600A muss die Wärmeentwicklung gemessen werden.

Berechnung der Verlustleistung von Reihen- und Verbindungsklemmen:

Für Reihenklemmen ist die Verlustleistung durch die Produktnorm begrenzt. Gemäß EN 60947 beträgt der maximal zulässige Spannungsfall 3,2 mV je Klemmendurchgang bei 1/10 Nennstrom. Zur Berechnung der Verlustleistung kann somit ein maximaler Spannungsfall von 32 mV bei vollen Nennstrom je belastetem Strompfad genutzt werden. Dieser Grenzwert wird von WAGO-Installationsetagenklemmen zum Teil deutlich unterschritten: Bei der Installationsetagenklemme 2003-7642 liegt der Spannungsfall je Klemmendurchgang beispielsweise zwischen 20,8 mV – 25,6 mV bei vollem Nennstrom. Zur Berechnung der Erwärmungsgrenzen kann somit für WAGO-Installationsetagenklemmen der Serie 2003 eine maximale Verlustleistung von 1 W je Klemmendurchgang angenommen werden. Dies resultiert daraus, dass die Klemmen für 4mm2-Leitungen geeignet sind, welche einen Nennstrom von 32 A besitzen.

Praxistipp als PDF-Datei

WAGO 2273 mit Befestigungsadapter

Zu den wohl bekanntesten Betriebsmitteln in der Elektroinstallation gehören die sogenannten „WAGO-Klemmen“. Gemeint sind Dosenklemmen mit Federklemmanschluss.

Sie werden in Gebäuden installiert und verschwinden in der Regel lose in Abzweigdosen oder Anschlussräumen von elektrischen Geräten. Neben diesen typischen Anwendungen können diese Klemmen in Verbindung mit Befestigungsadaptern auch übersichtlich in Verteilern eingesetzt und beschriftet werden.

Lose Verdrahtung in Abzweigdosen und –kästen

Es existiert eine Vielzahl an Verbindungsklemmen, die für den Einsatz in Abzweigdosen oder -kästen vorgesehen sind. Alle benötigen die Zulassung gemäß EN 60998 für ihren Einsatz im „… Haushalt und für ähnliche Zwecke“. Liegt diese Zulassung vor, erfüllen sie alle elektrischen und sicherheitstechnischen Anforderungen für diesen Einsatzbereich.

Lagefixierung und normative Vorgaben

Die Möglichkeit zur Befestigung von Dosen- und Verbindungsklemmen bietet aber auch in anderen Anwendungen signifikante Vorteile. So ist es in Verteilen oftmals notwendig, eine Leitung zu verlängern oder ein Potential zu vervielfältigen.

Die bestehenden Bestimmungen zu Klemmstellen in Verteilern lassen jedoch den Einsatz von losen Verbindungen nicht zu. Anwendungsnormen wie DIN VDE 0100-510, DIN VDE 0100-520 und DIN VDE 0100-729 fordern:

  • Betriebsmittel müssen so angeordnet sein, dass ihre betriebsmäßige Bedienung, ihre Inspektion, ihre Wartung, ihre Prüfung sowie ihr Zugang zu den lösbaren Verbindungen leicht möglich sind.
  • Alle Betriebsmitteln müssen zur Prüfung zugänglich sein.
  • Die Zuordnung der von außen eingeführten Leiter zu ihren Stromkreisen muss eindeutig und dauerhaft erkennbar sein.

WAGO 222 mit Zugentlastung durch Kabelbinder am Befestigungsadapter

Erst eine Kombination mit passendem Befestigungsadapter und Beschriftungsschild ermöglicht den sinnvollen Einsatz in Verteilern. Da so praktisch kein Unterschied mehr zu einer Reihenklemme besteht, erkennt der Prüfer diese Installation bei Verlängerungen von Leitungen oder Vervielfältigungen von Potentialen an.

Entsprechende Befestigungsadapter gibt es für alle WAGO-Dosenklemmen und WAGO-Verbindungsklemmen der Serien 2273, 773, 222 und 243. Sie werden entweder auf die Tragschiene (DIN 35) aufgerastet oder mit zwei Schrauben auf einer glatten Oberfläche befestigt. Jeder Adapter ist speziell auf die jeweilige Klemmenserie zugeschnitten.

Mit den universellen Befestigungsmöglichkeiten von WAGO entstehen kompakte Anschlussstellen wie z. B. zur Potentialvervielfältigung in Verteilern, die den Einsatzbereich von Verbindungsdosenklemmen deutlich erweitern. Dem Elektroinstallateur werden verschiedene Möglichkeiten gegeben, Verdrahtungen platzsparend und wirtschaftlich mit vorhandenen Klemmen zu realisieren.

Praxistipp als PDF-Datei

Befestigungsadapter: Bestnr. 2273-500

Brücker: Bestnr. 862-482

Die neuen Compact -Dosenklemmen der Serie 2273 können nun auch in Bereichen eingesetzt werden, die eine Lagefixierung erfordern, z. B. in Verteilern. Der Befestigungsadapter ermöglicht, die neuen Klemmen auf DIN-Tragschienen TS 35 oder auf flachen Oberflächen einzusetzen.

Zur Fixierung auf der Tragschiene wird der Befestigungsadapter einfach aufgerastet, die Befestigung auf flacher Oberfläche erfolgt mit 2 Schrauben. Der lagefixierte Aufbau bietet viele Vorteile: Die Klemmen sind sichtbar und fest angeordnet und können mit den selbstklebenden Beschriftungsstreifen beschriftet werden; so ist die Schaltung auf einen Blick erkennbar. Damit sind alle Anforderungen an Klemmstellen in Verteilern erfüllt.

Der Adapter kann neben den einreihigen 2-, 3- ,4-, und 5-Leiter-Klemmen auch zweireihige 8-Leiter-Klemmen aufnehmen. Dazu wird der Adapter mit einem Schraubendreher auf die benötigte Breite eingestellt. Reichen 8 Klemmstellen eines Potentials nicht aus, erweitern die nachträglich nicht wieder lösbaren Brücker aus der Serie 862 die Verbindungsstelle auf bis zu 20 Klemmstellen.

Steckklemmanschlüsse für die Verdrahtung eindrähtiger Leiter

Die Verdrahtung von Gebäudestromkreisen ist mit WAGO-Dosenklemmen durch einfaches werkzeugloses Stecken der massiven Leiter sehr komfortabel. Aufgrund ihrer hohen Qualität ist sogar eine mehrfache Verwendung mit einer einzigen Klemme möglich – immer vorausgesetzt, dass das Lösen der Leiter fachgerecht erfolgt.

Die Feder des Kontaktes darf dabei nicht beschädigt werden. Wie lösen Sie den Steckklemmanschluss fachgerecht, ohne die Feder des Kontaktes zu beschädigen? Ganz einfach: Halten Sie den Leiter fest und ziehen Sie die Klemme leicht durch einfaches Hin- und Herdrehen vom Leiter.

Die Feder des Klemmenkontaktes ist so ausgelegt, dass dauerhaft von keiner Einschränkung der Kontaktkraft auszugehen ist. Wenn jedoch zu oft gesteckt wurde, kann die Zinnschicht der Kupferstromschiene beim Einstecken der massiven Leiter abgetragen werden. Die Zinnschicht ist verantwortlich für die Gasdichtheit der Kontaktstelle und verhindert die Korrosion. Die Folgen einer zu stark abgetragenen Zinnschicht sind die Erhöhung des Übergangswiderstandes und eine daraus resultierende unzulässig hohe Erwärmung.

WAGO-Dosenklemmen mit innovativer Zinnschicht

Der Umfang des Zinnabtrags hängt von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise vom Querschnitt der angeschlossenen Leiter oder von der Kontur der Schnittkante des Leiters ab. Daher ist es unmöglich, einen festen Wert für die Steckhäufigkeit zu ermitteln. Die amerikanische Norm fordert z. B. mindestens eine zehnfache Steckung mit Einhaltung der normativ geforderten Kontaktqualität. WAGO-Dosenklemmen übertreffen diese Anforderungen und gelten nach Messung der Kontaktqualität weiterhin als neuwertig! Die jahrelange Erfahrung von WAGO hat es möglich gemacht. Sie führte zur Entwicklung einer hochwertigen speziell zusammengesetzten Zinnschicht, die in praxiserprobter Stärke auf die Stromschienen aufgetragen wird.

So sind Sie immer auf der sicheren Seite!

In der Praxis ist es oft schwer nachzuvollziehen, wie häufig eine Klemme bereits gesteckt wurde bzw. wie der Kontaktzustand zu bewerten ist. Um eine stets sichere Installation zu gewährleisten, empfiehlt Ihnen WAGO folgendes Vorgehen:

  • Bei Arbeiten an vorhandenen Installationen sind die Zustände der Klemmen nicht abzuschätzen. Bitte setzen Sie neue Klemmen ein!
  • Bei selbst durchgeführten Neuinstallationen können die erforderlichen Umverdrahtungen mit den gleichen Klemmen ausgeführt werden.

Praxistipp als PDF-Datei

Die Verbindungen von Leitern in einer Abzweigdose mit WAGO-Dosenklemmen, Bestellnr. 2273-203.

In unterschiedlichen Installationssituationen kann es sinnvoll erscheinen, Leiterverbindungen mit losen Verbindungsklemmen außerhalb von Abzweigdosen oder -kästen auszuführen. Sowohl wirtschaftlich als auch technisch funktionieren die Klemmen ebenso wie in der Dose, normativ ist diese Ausführung jedoch nicht zulässig. Gemäß DIN VDE 0100-520 müssen Verbindungen von Leitern in Dosen oder Kästen hergestellt werden. In Installationsverteilern müssen die Verbindungen zusätzlich lagefixiert sein, z. B. mit Befestigungsadaptern, welche die losen Verbindungsklemmen sichtbar auf der Tragschiene positionieren.

Leiteranschlüsse an Betriebsmitteln sind aus schließlich in geeigneten Anschlussräumen vorzunehmen wie z. B. in Geräteanschlussdosen bei der Verdrahtung von Gebäudestromkreisen oder in elektrischen Verbrauchsmitteln, unter der Voraussetzung, dass vom Hersteller Anschlussräume mit fest eingebauten Anschlussmitteln vorgesehen sind. Falls diese Räume keine fest eingebauten Anschlussmittel haben, aber den festen Einbau dieser Anschlussmittel ermöglichen, ist dies auch zulässig.

Im Falle von Leitungsreparaturen, die irgendwo im Leitungsverlauf z. B. durch Anbohren notwendig werden können, kommt zum Tragen, dass Verbindungen nach DIN VDE 0100-520 zur Besichtigung, Prüfung und Wartung zugänglich sein müssen. Auch hier ist also gefordert, dass eine Abzweigdose gesetzt und die Leitungsverbindung darin realisiert wird. Das Verputzen oder Verkleiden der Reparaturstelle ist also nicht erlaubt. Folgende Verbindungen sind von dieser Zugänglichkeit ausgenommen:

  • Verbindungen zwischen der Anschlussleitung und dem Heizelement für Decken-, Fußboden- und Rohrheizsysteme
  • Muffen von erdverlegten Kabeln
  • Gekapselte oder mit Isoliermasse gefüllte Muffen

So sind Sie immer auf der richtigen Seite:

Verbinden Sie Leiter mit Dosenklemmen nur in Verbindungsdosen (Abzweigdosen), Geräteverbindungsdosen, Verteilerkästen und in Muff en sowie bei Kabeln und in Betriebsmitteln, in denen ein fester Einbau sichergestellt ist.

Praxistipp als PDF-Datei

Das Portfolio an WAGO-Installationsklemmen wird stetig weiterentwickelt. Für jede Aufgabe in der Gebäudeinstallation stehen verschiedene Verbindungslösungen zur Verfügung. Entweder setzen Sie die universellen Verbindungsklemmen für alle Leiterarten ein oder bevorzugen die wirtschaftlichere Variante und greifen auf speziell für die Verdrahtungsaufgabe zugeschnittene Klemme zurück. Die Tabelle gibt einen Überblick über das gesamte Portfolio.

Praxistipp als PDF-Datei

Temperaturbereiche der WAGO-Installationsklemmen

So vielfältig die Anwendungen in der Elektroinstallation sind, so unterschiedlich sind die Einsatzbedingungen vor Ort. Die Temperatur ist eine besonders wichtige Einsatzbedingung, denn hierdurch werden spezielle Anforderungen an die Erwärmung des Installationsmaterials gestellt.

Die europäische Norm für Verbindungsklemmen EN 60998 definiert für den Einsatz von Installationsklemmen drei unterschiedliche Angaben von Temperaturen:

  • max. Umgebungstemperatur
  • max. Erwärmung
  • max. Dauergebrauchstemperatur

Der Elektroinstallateur muss nun entscheiden, ob die jeweilige Installationsklemme für die spezifische Applikation geeignet ist oder nicht. Hierfür steht ihm meist ausschließlich die maximale Umgebungstemperatur als Anhaltspunkt zur Verfügung. Für approbierte Installationsklemmen gemäß EN 60998, ohne weitere Angabe, gilt gemäß Norm eine maximale Dauergebrauchstemperatur von 85 °C. Davon ausgehend, dass die maximale Erwärmung bei der jeweiligen Klemme ausgenutzt ist, ergibt sich durch den Abzug der normativ maximal zulässigen Erwärmung von 45 K (entspricht 45 °C) eine noch zulässige maximale Umgebungstemperatur von 40 °C.

Hersteller können auch davon abweichende Temperaturen angeben.

Dies sind dann in der Regel ebenfalls Dauergebrauchstemperaturen. Zieht man auch davon die maximale Erwärmung von 45 K ab, erhält man die maximal zulässige Umgebungstemperatur.

WAGO nutzt genau diese Möglichkeit. Falls nicht anders angegeben, gilt für WAGO-Installationsklemmen eine maximale Dauergebrauchstemperatur von 105 °C. Nach Abzug der maximalen Erwärmung von 45 K ergibt sich eine noch zulässige maximale Umgebungstemperatur von 60 °C. Somit sind WAGO-Installationsklemmen in der Regel für höhere Temperaturen zugelassen und übertreffen die normativen Forderungen.

Approbation für höhere Umgebungstemperaturen möglich

Die DIN EN 60998 bietet ferner die Möglichkeit, Klemmen für höhere Umgebungstemperaturen zu approbieren. Dies geschieht dadurch, dass die Hersteller durch konstruktive Maßnahmen an der Klemme, wie z.B. höheren oder hochwertigeren Materialeinsatz, dafür sorgen, dass die Klemmenerwärmung gering gehalten wird. Klemmen, die für eine höhere Dauergebrauchstemperatur als 85° C normativ zugelassen sind, werden im Zertifikat gemäß EN 60998 mit einer TKennzeichnung versehen, z.B. T55. Diese T-Kennzeichnung besteht aus dem vorangestelltem T gefolgt von einer Zahl, welche die maximale Umgebungstemperatur für diese Klemme angibt.

Maximale Umgebungstemperatur:

  • Höchste Temperatur in °C der Umgebungsluft, in welcher die Klemme eingesetzt werden kann. Die maximale Umgebungstemperatur entspricht auch dem normativen T-Mark (z.B. T85).

Maximale Erwärmung:

  • Höchste zulässige Temperaturerhöhung in Kelvin bei ungünstigster elektrischer Last.
  • Sie entsteht durch den Stromfluss in der Klemme. Die maximale Erwärmung bei Verbindungsklemmen, die gemäß EN 60998 approbiert werden ist normativ, auf 45 K (entspricht Temperaturanstieg von 45 °C) beschränkt. Die Klemmenhersteller nutzen diese maximal zulässige Erwärmung bei der Auslegung ihrer Klemmen in der Regel aus, um den Materialeinsatz bei den leitenden Klemmenbauteilen im wirtschaftlichen Rahmen zu halten.

Maximale Dauergebrauchstemperatur:

  • Die maximale Temperatur in °C, welche die Klemme im Dauergebrauch erreichen darf.
  • Sie ist die Summe der maximal zulässigen Umgebungstemperatur und der maximal zulässigen Erwärmung.

Bei Klemmen, die so gekennzeichnet sind, entfällt das Errechnen der zulässigen Umgebungstemperatur. Sie ist hier direkt als Zahlenwert angegeben. Durch ihre deutlich geringere Erwärmung als normativ zugelassen, weist z.B. die neue COMPACT-Verbindungsklemme für alle Leiterarten der Serie 221 die Kennzeichnung T85 auf. Damit kann sie bei Umgebungstemperaturen von bis zu 85 °C eingesetzt werden.

Einige WAGO-Installationsklemmen sind für spezielle Anwendungen entwickelt. Daher besitzen sie oft spezifische maximale Temperaturbereiche, die meist deutlich oberhalb der normativen Anforderungen liegen. Die Temperaturen der WAGO-Installationsklemmen sind in der Tabelle zusammengefasst.

Praxistipp als PDF-Datei

Beispiele und Erklärungen, wie sie auf WAGO-Produkten und Verpackungen vorzufinden sind.

WAGO-Installationsklemmen werden von Elektroinstallateuren auf der ganzen Welt verwendet. Die Voraussetzung für den internationalen Einsatz ist die Zulassung nach jeweils gültigen Normen. Aus diesem Grund verfügen WAGOInstallationsklemmen und deren Verpackungen über nationale und internationale Prüfzeichen sowie weiterführende Informationen zum jeweiligen Anwendungsbereich. Diese signalisieren dem Anwender, dass er mit WAGO-Installationsklemmen normgerechtes Arbeitsmaterial zur Seite hat.

Innerhalb Europa approbiert WAGO seine Installationsklemmen nach dem ENEC-Verfahren, welches die Einhaltung der europäischen Norm EN 60998 sicherstellt und dem Verfahren zur Erlangung des VDE-Zeichens entspricht.

Durch diese eine Prüfung erhalten WAGO-Produkte eine Zulassung für ganz Europa. Diese Approbation wird durch das ENEC-Prüfzeichen signalisiert. Hinter dem Prüfzeichen befindet sich eine Nummer, welche die Identifikationsnummer der Zertifizierungsstelle darstellt. Technische Angaben zu Nennspannung, Nennstrom sowie verwendbaren Leiterarten und Querschnitten werden ferner aufgebracht. Informationen zu den Leiterarten sind in Englisch angegeben. WAGO-Installationsklemmen, die mit einem „r“ (engl. rigid) gekennzeichnet sind, können ein- und mehrdrähtige Leiter klemmen. WAGO-Installationsklemmen, welche die Kennzeichnung „s“ oder „sol.“ (engl. solid) besitzen, können eindrähtige Leiter klemmen. WAGO-Installationsklemmen, die mit „str.“ (engl. stranded) gekennzeichnet sind, können mehrdrähtige Leiter klemmen. WAGOInstallationsklemmen, welche die Kennzeichnung „f“ (engl. flexible) besitzen, können feindrähtige Leiter klemmen.

Falls WAGO-Installationsklemmen vor der Einführung der ENEC-Prüfung approbiert wurden, besitzen diese nationale Prüfzeichen wie z. B. das VDE-Prüfzeichen, das KEMA KEUR-Prüfzeichen (Niederlande) oder das DEMKO-Prüfzeichen (Dänemark). Diesen Prüfzeichen folgen ebenfalls technische Angaben. Hierbei wird meist nur ein Leiterquerschnitt angegeben und kein Querschnittsbereich. WAGOInstallationsklemmen können über diesen einen Leiterquerschnitt hinaus mindestens zwei nächstkleinere Leiterquerschnitte gemäß EN 60998 klemmen.

Neben der europäischen Zulassung besitzen WAGO-Installationsklemmen auch Zulassungen für den nordamerikanischen Markt. Hierbei handelt es sich speziell um Zulassungen der „Underwriters Laboratories“ (UL) für die USA sowie der „Canadian Standards Association“ (CSA) für Kanada. Diese beiden Prüfstellen haben in der Vergangenheit ein gemeinsames Prüfzeichen eingeführt, das sogenannte cULus-Prüfzeichen. Den Anforderungen der Normen entsprechend sind hinter den Prüfzeichen Informationen zum Einsatzgebiet angegeben.

Im Gegensatz zu Europa wird in Nordamerika nicht das metrische System zur Angabe des Leiterquerschnitts (Angabe in mm2) verwendet, sondern das „American Wire Gauge“-System (AWG).

WAGO-Installationsklemmen werden auch von japanischen Elektroinstallateuren eingesetzt. Zu diesem Zweck erfüllen die Klemmen die Anforderungen der „Product Safety Electrical Appliance and Material Safety Law“ (PSE-Norm). Diese wird von den „Japan Electrical Testing Laboratories“ (JET) herausgegeben. Auch hier werden Informationen zum normgerechten Einsatz sowie zum verwendbaren Leitungsdurchmesser dargestellt. In Japan wird dieser anstelle des Leiterquerschnitts genutzt. Aufgrund der baugrößenoptimierten WAGO-Installationsklemmen können die Prüfzeichen und die dazugehörigen Informationen nicht immer hintereinander dargestellt werden.

Praxistipp als PDF-Datei

Approbationsverfahren für Klemmen

In der DIN VDE 0100-520 für Kabel- und Leitungsanlagen von Gebäuden ist klar definiert: Bei der Errichtung dieser Anlagen dürfen für das Verbinden von Leitern nur Klemmen verwendet werden, die den gültigen europäischen bzw. daraus abgeleiteten deutschen Produktnormen entsprechen. Für die Verbindungsklemmen ist dafür die DIN EN 60998 (VDE 0613) und für die Reihenklemmen die DIN EN 60947 (VDE 0611) benannt. Der Errichter einer Anlage muss im Ernstfall nachweisen, dass die von ihm eingesetzten Produkte diese Normen erfüllen. WAGO lässt daher alle Klemmen gemäß der genannten Normen von unabhängigen Prüfstellen approbieren, um dem Errichter maximale Produktsicherheit zu vermitteln. Die erteilten Prüfzeichen werden auf den Verpackungen und den Produkten aufgebracht. Auf Wunsch stellt WAGO auch die Zertifikate zur Verfügung.

Geprüft und für gut befunden

Für die Approbation von Klemmen zum Einsatz in Deutschland bzw. in ganz Europa existieren drei Zulassungsverfahren, aus denen verschiedene Prüfzeichen resultieren. Die Zulassungen unterscheiden sich auch darin, für welche Produktnormen sie anwendbar sind und in welchen Ländern sie Gültigkeit haben (siehe Tabelle).

WAGO Installations-Reihenklemmen - mit KEMA/KEUR-Zeichen und CCA-Zertifikat approbiert für den europaweiten Einsatz im Gebäude

Neue Approbationen für Verbindungsklemmen nach EN 60998 werden von WAGO nach dem ENEC-Verfahren durchgeführt. Dieses Verfahren entspricht dem Verfahren zur Erlangung des VDE Zeichens, ist jedoch mit einer einzigen Prüfung für ganz Europa gültig. Da im ENEC-Verfahren keine Zulassung für Reihenklemmen nach EN 60947 möglich ist, aber auch für diese Produkte eine europaweite Gültigkeit der Approbation erforderlich ist, werden neue Approbationen für Reihenklemmen nach dem CCA-Verfahren durchgeführt. Das CCA-Verfahren basiert auf einer nationalen Zulassung in einem europäischen Land und wird auch mit dem entsprechenden nationalen Prüfzeichen bescheinigt. Ein zusätzliches CCA-Zertifikat weitet die Gültigkeit der nationalen Zulassung auf Europa aus.

WAGO Verbindungsklemmen - mit ENEC-Zeichen approbiert für den europaweiten Einsatz im Gebäude

Mit WAGO auf der sicheren Seite

Die Verantwortung für die Auswahl zulässiger Produkte und die korrekte Installation liegen beim Installateur. Mit der Zulassung aller Klemmen des breiten Produktspektrums gemäß der gültigen Produktnormen bietet WAGO perfekte Voraussetzungen für die normgerechte Installation. Zusätzlich durchlaufen alle WAGO-Klemmen interne Tests mit noch höheren Qualitätsanforderungen. Erst wenn diese Tests bestanden sind, werden die Produkte freigegeben und bieten dem Anwender die von WAGO gewohnt hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit.

Praxistipp als PDF-Datei

Installationsetagenklemmen mit interner N-Trennung

Gebäude müssen aus technischer Sicht absolut sicher sein. Neben der sorgfältigen statischen Berechnung und der korrekten handwerklichen Umsetzung spielt hierbei insbesondere die Elektroinstallation eine wesentliche Rolle. Eine Sicherheitsmaßnahme ist die Isolationswiderstandsmessung, die bei der Inbetriebnahme und bei turnusmäßigen Wiederholungsprüfungen vorgenommen wird.

Ihre Durchführung ist in feuergefährdeten Betriebsstätten gemäß der Errichtungsbestimmung DIN VDE 0100-482 sowie in Gebäuden für Menschenansammlungen gemäß DIN VDE 0100-718 verpflichtend. Letztere verlangt, dass bei Leiterquerschnitten bis 10 mm2 die Isolationswiderstandsmessung aller Leiter jedes einzelnen abgehenden Stromkreises gegen Erde möglich sein muss – und zwar ohne vorheriges Abklemmen des Neutralleiters. Die N-Trennung ist erforderlich.

Installationsklemmen mit N-Trennung sind eine probate Lösung, um diesen Anforderungen gerecht zu werden:

1. Alternative:

Installationsetagenklemmen mit N-Trennschlitten für den Aufbau mit N-Sammelschiene

2. Alternative:

Installationsetagenklemmen mit interner N-Trennung für den Aufbau ohne N-Sammelschiene

Installationsetagenklemmen mit N-Trennschlitten

Wann sollte welche Klemme eingesetzt werden?

Bei jeder Installation ist individuell zu prüfen, wie viele Einzelstromkreise über einen FI-Schalter geschützt werden können. Dementsprechend kann der Installateur aus den beiden Möglichkeiten des Installationsaufbaus wählen. Nach dieser Anzahl richtet sich die Installation mit der einen oder anderen Klemme.

Die Installationsetagenklemmen mit N-Trennschlitten sind insbesondere für die Elektroinstallation von größeren Stromkreisgruppen mit nur wenigen FI-Potentialen geeignet. Ein schraubenloser N-Trennschlitten ermöglicht die automatische und dauerhafte Kontaktierung zur Sammelschiene durch einfaches Aufschieben. Dabei werden Verdrahtungen eingespart und der N-Leiter wird pro FI-Potential nur einmal gespeist und über die N-Sammelschiene verteilt. Die Installationsetagenklemmen mit interner Trennung eignen sich hingegen für die Installation von kleineren Stromkreisgruppen mit vielen FI-Potentialen.

Vorteilhaft bei dieser Alternative ist die Platzersparnis auf der Tragschiene durch den entfallenden Sammelschienenträger. Weiterhin wird der Montageaufwand reduziert, da keine kurzen N-Sammelschienenabschnitte für viele verschiedene FI-Potentiale benötigt werden.

Das moderne Reihenklemmensystem TOPJOB® S von WAGO bietet beide Alternativen für die Gebäudeinstallation an:

1. Serien 2003 und 2005 mit N-Trennschlitten:

a. 2003-76xx für den Querschnittsbereich von 0,25 mm2 bis 4 mm2, 32 A

b. 2005-76xx für den Querschnittsbereich von 0,5 mm2 bis 6 mm2, 36 A

2. Serie 2003 mit interner Trennung:

2003-66xx für den Querschnittsbereich von 0,25mm2 bis 4mm2, 25 A bzw. 28 A

Praxistipp als PDF-Datei

Die Gebäudeinstallation stellt hohe Anforderungen an ein Reihenklemmensystem. Neben der Installation und Inbetriebnahme müssen auch regelmäßige Prüfungen schnell, sicher und einfach durchführbar sein. Mit dem Einsatz von Installationsetagenklemmen mit N-Trennung von WAGO ist es möglich, die Ausführung der Isolationswiderstandsmessung ohne Abklemmen von Leitern normativ korrekt vorzunehmen.

Sichtbare Klemmenbeschriftung im verdrahteten Zustand, bis zu 3-zeilig

Schnelle und sichere Elektroinstallation dank TOPJOB®S-Installationsetagenklemmen

TOPJOB®S-Installationsetagenklemmen von WAGO gewährleisten eine schnelle und sichere Gebäudeinstallation, da sie für eine platzsparende Verdrahtung in Normverteilern ausgelegt sind. Kleinstmögliche Abmessungen, wie die geringe Baulänge, bieten viel Raum zum Anschließen der Leiter. Durch den großen Querschnittsbereich von 0,25 bis 6 mm2 lassen sich alle Anwendungsbereiche der modernen Gebäudeinstallation abdecken.

Dank Federklemmtechnik ermöglichen die Klemmen das direkte Stecken von eindrähtigen sowie feindrähtigen Leitern mit Aderendhülse. Da für die Stromkreisverdrahtung in der Gebäudeinstallation ausschließlich eindrähtige Leiter eingesetzt werden müssen, bieten die Installationsetagenklemmen einen enormen Zeitvorteil beim Anschließen. Die frei zugänglichen, optimal geneigten Leitereinführungen sorgen dafür, dass die Leiter in einem bequemen Winkel sicher gesteckt werden können. Nachziehen von Schrauben während des Betriebs der Anlage gehört damit der Vergangenheit an. Auch werden Fehlermöglichkeiten, wie z. B. das Überdrehen von Schrauben ausgeschlossen. Das TOPJOB®S-Reihenklemmensystem stellt weiterhin eine übersichtliche Stromkreisverdrahtung im Verteiler sicher. Grund dafür sind sowohl die eindeutige Zuordnung eines Leiters pro Klemmstelle als auch die sichtbare Klemmenbeschriftung für alle Ebenen. Der auf der oberen Klemmenebene platzierte Beschriftungsstreifen ermöglicht eine bis zu 3-zeilige Beschriftung und wird auch im verdrahteten Zustand nicht durch angeschlossene Leiter verdeckt. Mit dem umfangreichen und praxisgerechten TOPJOB®S-Brückersystem können Sie jede erdenkliche Brückungsaufgabe optimal lösen. Z. B. gelingt Ihnen mit den Querbrückern für Endlosbrückung eine endlose Potentialvervielfachung in nur einer Brückerspur.

Die Basisklemmen können in Kombination mit der 1 mm starken Abschlussplatte auch mit dem Sicherungsstecker genutzt werden.

Normativ korrekte und schnelle Durchführung der Isolationswiderstandsmessung

Nach der Installation erfolgt dann die Durchführung regelmäßiger Prüfungen. Gemäß DIN VDE 0100-718 und DIN VDE 0100-482 ist es obligatorisch, dass in jedem einzeln abgehenden Stromkreis, bei Leiterquerschnitten unter 10 mm2, eine einfache Messung des Isolationswiderstands aller Leiter gegen Erde, ohne Abklemmen des Neutralleiters, möglich sein muss. Normativ korrekt durchführbar sind Messungen nur dann, wenn ein Leiter pro Klemmstelle angeschlossen ist. Dadurch, dass die Produktnorm für Reihenklemmen mit Federanschlusstechnik genau dies fordert, sind Sie mit den TOPJOB®S-Installationsetagenklemmen von WAGO immer auf der sicheren Seite. Sobald zwei Leiter in nur einer Klemmstelle angeschlossen sind, was z. B. beim Einsatz mit Schraubklemmen erlaubt ist, kann keine normativ korrekte Isolationswiderstandsmessung vorgenommen werden. Grund dafür ist, dass ein Leiter abgeklemmt werden müsste, was nicht zulässig ist.

Installationsetagenklemmen werden zu Sicherungsklemmen

Die Installationsetagenklemmen mit interner N-Trennung runden das TOPJOB®S-Programm für die Gebäudeinstallation ab und ermöglichen die wirtschaftliche Verdrahtung kleiner Stromkreisgruppen. Zusätzlich können die Basisklemmen dieser neuen Varianten auch als Sicherungsklemmen eingesetzt werden. Der TOPJOB®S-Sicherungsstecker für Feinsicherungen (5 x 20 mm) kann in den Steckschacht der Basisklemmen eingesetzt werden. Die neue 1 mm starke Abschlussplatte passt die Klemmenbreite auf die Breite des Sicherungssteckers an. Der mittig zur Tragschiene positionierte Steckschacht ist besonders bei Anwendungen in Kleinverteilern geeignet. Durch den Standardausschnitt in der Verteilerabdeckung können die Sicherungen leicht inspiziert und gewechselt werden.

TOPJOB®S-Installationsetagenklemmen ermöglichen das direkte Stecken eindrähtiger Leiter.

Installationsetagenklemmen – die wirtschaftliche und zukunftssichere Entscheidung

Der Einsatz von Installationsetagenklemmen gewährleistet die normative Durchführung der Isolationswiderstandsmessung, die zukünftig z. B. auch durch den e-check an Bedeutung gewinnt. Klemmen mit Direktstecktechnik gewährleisten eine wirtschaftliche und dauerhaft sichere Installation. Der übersichtliche Aufbau und gut lesbare Beschriftungen sorgen für eine eindeutige Zuordnung der Stromkreise. Das sind optimale Voraussetzungen für einen dauerhaft sicheren Betrieb der Elektroanlagen.

TOPJOB® S – Perfekte Gebäudeinstallation mit Installationsreihenklemmen

Praxistipp als PDF-Datei

Das Programm der TOPJOB® S Installations-Etagenklemmen vereint höchste Anwenderfreundlichkeit mit maximaler Wirtschaftlichkeit und überzeugt mit vielen Produktvorteilen.

  • Die kleinste 4-mm2-Installations-Etagenklemme mit Direktstecktechnik am Markt lässt größtmöglichen Raum für Leitungen und Einbaugeräte.
  • Kamm-, Schachtel- und Endlosbrücker erfüllen alle Brückungswünsche – immer vollisoliert und damit sicher bei der Verarbeitung.
  • Alle variabel belegbaren Leitereinführungen sind jeweils mit aus Richtung der Verteilertür optimal einsehbaren Beschriftungsaufnahmen ausgestattet.
  • Frei zugängliche Leitereinführungen ohne hinderlich hervorstehende Klemmenelemente gewährleisten einen schnellen Steckvorgang und ein sicheres Gefühl für das Erreichen des Leiter-Endanschlags.
  • Die geringe Baulänge in Richtung der Verteilerwand lässt viel Platz für die Leitungseinführung und eine komfortable Handhabung beim Anschluss.
  • Zusätzlich zum Einsatz von Beschriftungsschildern kann die obere Beschriftungsaufnahme auch für den Einsatz des TOPJOB® S-Beschriftungsstreifens genutzt werden. Er bietet die Möglichkeit zur Gruppenbeschriftung, zu ein- oder mehrzeilig gemischter Beschriftung sowie zur individuellen Beschriftung auf der Baustelle.
  • Der Nennstrom von 32 A kann in allen Einbausituationen über die Klemme gefahren werden. Das ergibt höchste Anwendungsvielfalt und Sicherheit ohne Wenn und Aber.
  • Das patentierte Kontaktsystem erhält den vollen Kupferquerschnitt und bietet dadurch höchste elektrische Leistung.

Praxistipp als PDF-Datei

Der N/L-Prüfadapter ermöglicht die schnelle und sichere Isolationswiderstandsmessung.

In baulichen Anlagen für Menschenansammlungen – z. B. in Versammlungsstätten, Warenhäusern, Krankenhäusern, Schulen, Bahnhöfen und Hotels gemäß VDE 0100-718 sowie bei feuergefährdeten Betriebsstätten gemäß VDE 0100- 482 – ist die turnusmäßige Durchführung der Isolationswiderstandsmessung Pflicht. Ebenso ist sie fester Bestandteil des E-CHECKS, der zunehmend auf freiwilliger Basis durchgeführt wird, beispielsweise von Vermietern vor Übergabe von Mieträumen, um bei diesen Objekten den ordnungsgemäßen Zustand der Elektroanlage zu dokumentieren.

Für die normgerechte Messung werden zwei Fälle unterschieden: Die Erstmessung hat gemäß DIN VDE 0100-600, 2008-06 zu erfolgen. Der Isolationswiderstand muss zwischen den beiden aktiven Leitern und dem mit der Erde verbundenen Schutzleiter gemessen werden. Dabei dürfen die Phase L und der Neutralleiter N miteinander elektrisch verbunden werden. Bei Wiederholungsmessungen hingegen muss die Norm DIN VDE0105-100/A1, 2008-06 eingehalten werden. Dabei sind zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, die sicherstellen, dass durch die wiederkehrende Prüfung keine Gefahr für Personen oder Nutztiere entsteht. Eigentum sowie Betriebsmittel dürfen nicht beschädigt werden, auch nicht bei Fehlern im Stromkreis. Um Beschädigungen der Betriebsmittel durch die höhere Prüfspannung von z. B. 500 V zu vermeiden, empfiehlt auch diese Norm das Verbinden der beiden aktiven Leiter L und N bei der Messung.

Der N/L-Prüfadapter: für mehr Sicherheit und weniger Aufwand

Die Isolationswiderstandsmessung mit den verbundenen aktiven Leitern L und N weist zwei wesentliche Vorteile auf: Zum einen profitieren Elektroinstallateure von einer höheren Wirtschaftlichkeit durch die Halbierung des Prüfaufwands, denn bei einer intakten Anlage ist anstatt von zwei Einzelmessungen nur noch eine Messung erforderlich. Zum anderen stellt sie einen Schutz der im Stromkreis angeschlossenen Geräte vor Zerstörung durch die hohe Prüfspannung bei Fehlern in der Anlage sicher.

TOPJOB®S-Installationsetagenklemme mit interner Trennung, Serie 2003, für Anwendungen in kleinen Stromkreisgruppen.

Aufgrund der normativen Forderung, dass in jedem einzeln abgehenden Stromkreis, bei Leiterquerschnitten unter 10 mm2, eine einfache Messung des Isolationswiderstandes aller Leiter gegen Erde ohne Abklemmen des Neutralleiters möglich sein muss, werden in diesen Anlagen Installationsetagenklemmen mit N-Trennung eingesetzt.

Ihre Vorteile auf einen Blick:

Die TOPJOB®S-Installationsetagenklemmen mit interner Trennung der Serie 2003 verfügen über eine interne Trennmöglichkeit auf der oberen Klemmenebene, wie z. B. die Trennung des N-Potentials. Der passend dazu entwickelte N/L-Prüfadapter (2003-499) verbindet die beiden oberen Klemmenebenen im getrennten Zustand und ermöglicht so die einfache und sichere Isolationswiderstandsmessung.

  • Hohe Nennströme ermöglichen einen vielfältigen Einsatz und sicheren Betrieb
  • Innovativer N/L-Prüfadapter gewährleistet ein wirtschaftliches Zusammenfassen der aktiven Leiter und einen zusätzlichen Schutz angeschlossener Geräte
  • Basisklemme ermöglicht den Einsatz mit neuem Doppelsicherungshalter als Sicherungsklemme im Normausschnitt des Verteilers
  • Kompakte Baugröße lässt viel Platz zum Verdrahten
  • Installationsetagenklemmen mit interner Trennung lassen sich im Verband innerhalb der Sammelschiene (10 x 3 mm) setzen

Praxistipp als PDF-Datei

TOPJOB® S Installations-Reihenklemmen als Übergabeebene zur Gebäudeverdrahtung

Bei der Verdrahtung von Gebäudestromkreisen in Verteilern gibt es zwei Installationstechniken: zum einen die Verdrahtung ohne Reihenklemmen direkt auf die Leitungsschutzschalter sowie auf die in den Verteilern vorhandenen N- und PE-Schienen; zum anderen die gemeinsame Verdrahtung aller Leiter auf einer Installations-Etagenklemme mit N-Sammelschiene. Von dort aus wird die Leitung weiter auf die Leitungsschutzschalter geführt.

Wann ist der Einsatz von Reihenklemmen unumgänglich?

Gemäß der Errichtungsbestimmung DIN VDE 0100-718 ist diese Installationstechnik bei „baulichen Anlagen für Menschenansammlungen“ verpflichtend. Die Norm besagt, dass bei Leiterquerschnitten unter 10 mm2 eine einfache Messung des Isolationswiderstands aller Leiter gegen Erde jedes einzelnen abgehenden Stromkreises ohne Abklemmen des Neutralleiters möglich sein muss. Reihenklemmen mit N-Trennung sind dafür ideal geeignet und somit obligatorisch für die Anwendungsgebiete wie z. B. Versammlungsstätten, Kinos, Restaurants, Heime, Schulen, Bahnhöfe, Arbeitsstätten etc.

Die Isolationswiderstandsprüfung ist auch Bestandteil beim E-Check. Dieser wird zunehmend von Vermietern vor Übergabe von Mieträumen durchgeführt, um bei diesen Objekten den ordnungsgemäßen Zustand der Elektroanlage zu dokumentieren. Auch hier ist der Einsatz von N-Trennklemmen empfehlenswert. So kann die Isolationswiderstandsprüfung normgerecht durchgeführt werden.

Gibt es weitere Einsatzgebiete für Reihenklemmen?

Ja, natürlich. Installations-Reihenklemmen finden insbesondere Verwendung in großen Gebäudeobjekten. Sie bilden dort die eindeutige Übergabeschnittstelle zwischen den Schaltanlagenbauern und den installierenden Unternehmen vor Ort. Die klare Zuordnung aller Leiter zu ihren Stromkreisen und die eindeutige Beschriftung der Klemmstellen gewährleisten den schnellen und sicheren Anschluss der Gebäudeverdrahtung an den Verteiler. Auch wenn in übrigen Anwendungen Reihenklemmen in Gebäudeverteilern normativ nicht gefordert sind, ist ihr Einsatz sinnvoll.

Insbesondere sollte auf neuere Normen wie z. B. DIN VDE 0100-410, welche die Aufteilung des N in mehrere FI-Potenziale fordert bzw. eine feingranulare Aufteilung empfiehlt, geachtet werden.

TOPJOB® S Installations-Reihenklemmen gewährleisten in Gebäudeverteilern:

  • die normgerechte Isolationswiderstandsprüfung
  • eine erkennbare Schnittstelle der Verteilung zur Stromkreisverdrahtung
  • die übersichtliche Zuordnung der Leitungen zu den Stromkreisen
  • die eindeutige Beschriftungsmöglichkeit aller Klemmstellen
  • zukunftssichere Verteilungen durch hohe Flexibilität bei Erweiterungen und Änderungen

Praxistipp als PDF-Datei

Reihenklemmensysteme müssen in der modernen Gebäudeinstallation und in Industrieanwendungen mehr bieten als nur eine sichere elektrische Verbindung. Bei der Installation wird ein hoher Wert auf Eigenschaften wie einfache und schnelle Handhabung, übersichtliche Beschriftung, funktionales Zubehör und geringen Platzbedarf gelegt. Diese und viele weitere Eigenschaften bietet das TOPJOB®S-Reihenklemmensystem von WAGO.

Durch den CAGE CLAMP®S-Anschluss mit WAGO-Push-in-Technik ist die Verdrahtung einfach: Eindrahtige und feindrahtige Leiter mit Aderendhülse lassen sich direkt stecken ‒ schnell und ohne Werkzeug. Alle anderen Leiter werden durch vorheriges Öffnen der Feder einfach und sicher angeschlossen. Das gesteckte Betätigungswerkzeug hält die Leitereinführung offen und markiert gleichermaßen die Klemmstelle ‒ so bleiben die Hände frei zum Verdrahten.

Das umfangreiche Brückerprogramm sowie verschiedene Steckverbinder ermöglichen individuelle Schaltungen. Mit dem großen Querschnittsbereich von 0,14 mm2 bis 25 mm2 bietet das TOPJOB®S Reihenklemmensystem maximale Flexibilität. Ergänzt um die Hochstrom-Reihenklemmen mit POWER CAGE CLAMP vergrößert sich der Querschnittsbereich sogar auf bis zu 185 mm2 und das rüttelsicher und wartungsfrei.

Schnell und sicher installieren mit TOPJOB®S

Insbesondere bei der Verdrahtung im Gebäude gewährleisten die TOPJOB®S Installationsreihenklemmen von WAGO eine schnelle und sichere Installation. Dank der Push-in-Technik können die in diesen Anwendungen ausschließlich verwendeten eindrähtigen Leiter direkt gesteckt werden. Durch ihre kleinstmöglichen Abmessungen sind sie für eine platzsparende Verdrahtung in Normverteilern optimal ausgelegt.

Der große Querschnittsbereich von 0,25 bis 6 mm2 deckt alle Anwendungsbereiche der modernen Gebäudeinstallation ab. Auch die normativ durchzuführenden Isolationswiderstandsmessungen müssen schnell, sicher und einfach durchführbar sein. Mit dem Einsatz von z. B. Installationsetagenklemmen mit interner N-Trennung ist es möglich, die Ausführung sogar ohne Abklemmen von Leitern normativ korrekt vorzunehmen.

Einfaches Beschriften dank smartPRINTER

Um sich in dicht bestückten Verteilern gut zurechtzufinden, gibt es das speziell für das TOPJOB®S-Reihenklemmensystem entwickelte Beschriftungssystem, das schnellste und wirtschaftlichste am Markt. Dabei sind Druckerhardware, Projektierungssoftware und Beschriftungsmaterialien aufeinander abgestimmt. Vor allem der kleine, handliche und dennoch robuste Drucker smartPRINTER hat es in sich: Er bedruckt mit nur einem Farbband Beschriftungsstreifen bis zu dreizeilig, Beschriftungsschilder (WMB Inline), Etiketten, Taster- und Typenschilder sowie Kabel- und Leitermarkierer. Er ist für die Bedruckung aller Komponenten im Schaltschrank geeignet ‒ das sorgt selbst im verdrahteten Zustand für eine schnelle Übersicht.

Praxistipp als PDF-Datei

PV-Leitungen lassen sich mit dem umfangreichen WAGO-TOPJOB®S-Reihenklemmenprogramm zuverlässig und dauerhaft verbinden. Trenn- und Sicherungsklemmen mit hohen Spannungsfestigkeiten sorgen für eine sichere Trennung der PV-Generatoren vom Wechselrichter; kundenspezifische Sonderlösungen wie Diodenklemmen bis 1000 V DC runden das Sortiment ab.

Das TOPJOB®S Classic-Reihenklemmenprogramm 780 bis 784 ermöglicht, Spannungen bis 1000 V DC und AC direkt anzuschließen. Über das TOPJOB®S-Reihenklemmenprogramm lassen sich zudem durch ein intelligentes Brückersystem PV-Stränge einfach sammeln und mit einem größeren Leiterquerschnitt dem Wechselrichter zuführen.

Mit einem Reduzierbrücker lassen sich bspw. 6 mm2- mit 16 mm2-Klemmen einfach verbinden

Die TOPJOB®S-Reihenklemmen (Serien 2006, 2010 und 2016) sind aufgrund ihrer Luft- und Kriechstrecken für eine Nennspannung von 800 V im Verschmutzungsgrad 3 ausgelegt. Durch das Brücken einzelner Klemmen erreicht man jedoch ein gemeinsames Potential. Die verbleibenden Luft- und Kriechstrecken von Potential zur Tragschiene reichen für 1000-V-Anwendungen aus. Es ist ausreichend, die einzelnen Potentialblöcke z. B. durch eine Endklammer voneinander zu trennen. Bei höheren Spannungen ist neben der reinen Luft- und Kriechstreckenbetrachtung eine Teilentladungsprüfung als weitere Eignungsprüfung sinnvoll.

WAGO unterzieht daher die Produktserien, die in Photovoltaikanlagen zum Einsatz kommen, Teilentladungsprüfungen und weist damit die Langzeitstabilität des Isoliermaterials der einzelnen Bauteile und Klemmen nach.

Praxistipp als PDF-Datei

Die Montage und der Anschluss von Leuchten waren bisher bei Einsatz konventioneller Anschlusstechniken mit einem vergleichsweise hohen Zeitaufwand verbunden. Die herstellerunabhängige Linect®-Schnittstelle schafft den entscheidenden Durchbruch und entwickelt sich gerade zu einem neuen Standard für den steckbaren Anschluss von technischen Leuchten.

Neben der einfachen Ausschreibung ermöglicht Linect® dem Elektroinstallateur vor Ort die leichte und schnelle Installation. Dank des WINSTA®-Steckverbindersystems von WAGO wird durch vorkonfektionierte Leitungen und mechanisch kodierte Komponenten eine zügige und fehlerfreie Montage auf der Baustelle sichergestellt.

Bleiben Sie variabel

Doch auch wenn auf herkömmliche Art und Weise verdrahtet werden soll, muss nichts geändert werden, denn die Linect®- Leuchten erlauben sowohl den konventionellen als auch den steckbaren Netzanschluss. Dadurch und durch die einheitliche Schnittstelle reduziert sich die Variantenvielfalt: Während man bisher steckbare Leuchten oft beim Hersteller separat in Auftrag geben musste, werden in Zukunft die Linect®-Leuchten beim Großhändler am Lager liegen.

Die Leuchten sind dazu mit einer Linect®- Leuchtenanschlussklemme wie z. B. mit der Serie 294 Linect® von WAGO ausgerüstet. Sie hat auf der Oberseite eine Schnittstelle für Linect®-kompatible Steckverbindersysteme und auf der Unterseite herkömmliche Klemmstellen für den direkten Leiteranschluss. Letzteres lässt sich – bei Einspeisung über Steckverbinder – auch dazu nutzen, zusätzliche Verbraucher anzuschließen, die zunächst nicht vorgesehen waren.

Nur drei Montageschritte mit Linect® – installieren Sie schnell und sicher!

Durch die einfache Handhabung der Anschlussklemme ergeben sich kurze Installationszeiten. Der Steckverbinder ist lediglich in die dafür vorgesehenen Linect®-Ausschnitte der Leuchte zu platzieren, anschließend seitlich zu verschieben und dann herunter zu drücken, bis er einrastet – fertig! Die Konstruktion ist sehr robust und schließt ein Fehlstecken aus, da alle Komponenten mechanisch kodiert sind. Für den Leuchtenanschluss stehen unterschiedlich kodierte Steckverbinder für verschiedene Funktionen, wie z. B. Dimmen, Notbeleuchtung oder Netz, zur Verfügung. Alle Linect®-Komponenten sind berührungsgeschützt und ermöglichen daher den Austausch von Leuchten während des Betriebs. Auch die Wiederverwendbarkeit von Leuchten und Leitungen bei Nutzungsänderungen wird erleichtert.

Ein vielseitiges Programm von WAGO

Der steckbare Leuchtenanschluss Linect® lässt sich einfach und schnell mit dem WINSTA®-Steckverbindersystem realisieren. Bereits heute bietet WAGO fünf verschiedene WINSTA®-Linect®-T-Steckverbinder der WINSTA®-MIDI-Familie, darunter eine 2-polige Variante (L‘; N‘) für den Anschluss von Notleuchten, eine 3- polige Variante (L; PE; N) für den Anschluss an Netzspannung, eine 4-polige Variante (N; PE; 2/L; 1/L‘) für Notleuchten mit Akku- Betrieb und zwei 5-polige Varianten. Die erste Variante (N; PE; L; DA-; DA+) ist für Netzspannung plus Dimmen, die zweite (N; PE; L; N’; L’) für Netzspannung plus Notbeleuchtung vorgesehen. Eine dritte Variante (N; PE; L1; L2; L3) für Drehstromanwendungen ist seit Oktober 2012 verfügbar.

Die Linect®-Klemme selbst ist für 16 A spezifiziert, das WINSTA®-Steckverbindersystem erlaubt Stromstärken bis 25 A und bietet damit Reserven für den Fall einer Nachinstallation.

Linect®– reif für den Markt!

Mit der Light & Building 2012 startete die herstellerübergreifende Vermarktungsphase von Linect®. Seitens der Komponentenhersteller ist die Produktverfügbarkeit sichergestellt. Leuchtenhersteller wie Philips, Trilux etc. mit einem Marktanteil von über 50 % produzieren Linect®-Leuchten.

Mehr unter http://www.linect.com

Praxistipp als PDF-Datei

CAGE CLAMP® mit Steckanschluss für Verbindungen zwischen ein- und feindrähtigen Leitern

Die Leuchtenklemmen der Serie 224 von WAGO werden meist eingesetzt, um Leuchten sicher und schnell anzuschließen. Mit ihren praxisgerechten Varianten und der allgemeingültigen Zulassung können diese Klemmen aber viel mehr! Anschlüsse von Jalousie- oder Rollladenmotoren, Lüftern, Umwälzpumpen, Tür-/ Fenstersensoren, Heizungssteuerungen und, und, und: Überall im Gebäude, wo flexible Leiter mit eindrähtigen verbunden werden müssen, kann die 224 ihre Stärke zeigen.

WAGO-Leuchtenklemmen der Serie 224 überzeugen mit Leistung. So sind sie nach EN 60998 zertifiziert und dürfen damit als selbstständiges Betriebsmittel überall dort eingesetzt werden, wo elektrische Energie für Haushalt und ähnliche Zwecke verwendet wird. Mit der Nennspannung von 400 V und dem Nennstrom von 24 A erfüllt die Serie 224 elektrisch zudem alle Anforderungen im Bereich des maximal anschließbaren Leiterquerschnitts von 2,5 mm2 im Gebäude. Seitens der anschließbaren Leitertypen und -querschnitte bieten die Leuchtenklemmen viele Möglichkeiten für die Verbindung flexibler Leiter mit eindrähtigen Leitern. Auf der Anschlussseite der starren Leiter für Querschnitte von 1 mm2 bis 2,5 mm2 und auf der Anschlussseite der flexiblen Leiter für Querschnitte von 0,5 mm2 bis 2,5 mm2.

Zwei zusätzliche Varianten erweitern die Anwendungsbereiche der Serie 224. Zum einen werden die Standard- und die 2-Leiter-Version für den Einsatz bei höheren Dauergebrauchstemperaturen von bis zu 120 °C im schwarzen Kunststoffgehäuse angeboten. Zum anderen ermöglichen die Serviceklemmen, auf beiden Seiten der Durchgangsklemme flexible und eindrähtige Leiter einzusetzen. Ihr Anwendungsgebiet ist z. B. die Verbindung in Leuchtenausstellungen sowie der Aufbau von fliegenden Schaltungen zum Messen oder für Versuche.

Vorteile für den Installateur:

  • Einfache Montage ohne Werkzeug
  • Schnelles, sicheres Verbinden fl exibler Leiter ohne Endenbearbeitung
  • Sichere Verbindungsstelle durch Berührungsschutz
  • Dauerhaft sichere Verbindung durch CAGE CLAMP® Federtechnologie
  • Schnelle Leuchtmittelmontage bei Schaltungstest

Vorteile für den Betreiber:

  • Dauerhaft sichere Kontaktierung ohne Wackelkontakte
  • Eindeutige, sichere Handhabung bei Leuchtenwechsel auch durch Laien
  • Isolierte Klemmstelle bei abgenommener Leuchte (Renovierungsarbeiten)

Praxistipp als PDF-Datei

Im Alltag werden Produktbenennungen häufig vereinfacht. So gibt es z. B. die zweifünfer WAGO oder den einsfünfer Nym etc. Wenn die Produkttypen einheitlich bezeichnet werden, sind solche Vereinfachungen in der Regel auch ausreichend. Falls nicht, kann es technische Probleme aufgrund falsch ausgewählter Produkte geben!

Ein Praxisbeispiel: Die Größen der für die Leistungsverdrahtung eingesetzten Installationskabel und -leitungen, wie z. B. Nym-Leitungen, werden in mm2, also im Leitungsquerschnitt angegeben. Die Größen der für die Signalund Kommunikationszwecke eingesetzten Leiter, wie z. B. Klingel- oder J-Y(ST)YLeitungen, werden hingegen in mm, also im Durchmesser des Leiters angegeben.Um eine eindeutige Zuordnung der Verbindungsklemmen zu den darin einsetzbaren Leitern zu gewährleisten, sind auch die jeweiligen WAGO-Klemmen nach diesem Schema bezeichnet.

WAGO-Klemmen für eindrähtige Leitergrößen

Beachtet man bei der Klemmenwahl die verschiedenen Einheiten der Leitergröße, ist man auf der sicheren Seite.

Um eine eindeutige Zuordnung der Verbindungsklemmen zu den darin einsetzbaren Leitern zu gewährleisten, sind auch die jeweiligen WAGO-Klemmen nach diesem Schema bezeichnet.

Der Anschlussbereich der COMPACT-Verbindungsdosenklemmen der Serie 2273 für die Leistungsverdrahtung mit Installationskabeln und -leitungen wird mit dem Leitungsquerschnitt 0,5 bis 2,5 mm2 angegeben. Der Anschlussbereich der MICRO-Dosenklemmen Serie 243 für Signal- und Kommunikationsleitungen ist mit den Durchmessern 0,4 bis 0,5 und 0,6 bis 0,8 mm angegeben.

Ohne die zugehörige Einheit betrachtet, kann schnell die Auffassung entstehen, die neue COMPACT-Dosenklemme der Serie 2273 ist auch für 0,6er und 0,8er Signal- und Kommunikationsleitungen verwendbar, da ihr großer Anschlussbereich bis auf 0,5 geht. Es ist jedoch der Leiterquerschnitt 0,5 mm2! Dieser entspricht, umgerechnet auf den Leitungsdurchmesser, exakt dem Durchmesser 0,8 mm. Das bedeutet, dass Signal- und Kommunikationsleitungen, deren Leitergröße mit 0,8 mm Durchmesser angegeben ist, in der Serie 2273 verarbeitet werden können. Für alle Leiter mit einem Durchmesser unter 0,8 mm stehen die MICRO-Dosenklemmen der Serie 243 zur Verfügung.

WAGO hat Beschriftungslösungen, bestehend aus Druckern, Software und Beschriftungsmaterial, entwickelt, die nicht nur perfekt aufeinander abgestimmt, sondern auch schnell, bezahlbar und praktisch sind.

Für eine professionelle Beschriftung brauchen Sie nur drei Dinge:

• WAGO-Thermotransferdrucker smartPRINTER

• Beschriftungsstreifen

• TOPJOB®S-Reihenklemmen.

1. smartPRINTER: Kompakt und vielseitig

Der kleine, handliche und dennoch robuste Drucker smartPRINTER hat es in sich: Er bedruckt mit nur einem Farbband mehrzeilige Beschriftungsstreifen von der Rolle und darüber hinaus Beschriftungsschilder (WMB Inline), Etiketten oder Taster- und Typenschilder. Er ist sowohl für die Bedruckung von WAGO-Klemmen als auch für Kabel-, Leiter- und Gerätekennzeichnungen gewappnet. Das Druckergebnis ist kratz- und wischfest und die Handhabung inkl. Treibereinstellung einfach. Er ist mit USB- und RS-232-Schnittstellen ausgestattet und lässt sich darüber hinaus dank ETHERNET einfach in jedes Netzwerk einbinden.

2. Beschriftungsstreifen: passend für alle TOPJOB®S-Reihenklemmen

Mit den WAGO-Beschriftungsstreifen lassen sich Reihenklemmen sehr einfach beschriften. Das Material ist stabil und gleichzeitig so flexibel, dass es sich schnell auf WAGO-Klemmen aufbringen lässt – und das quasi in einem „Rutsch“ durch die Konturengleichheit der meisten TOPJOB®S-Klemmen.

Alle WAGO-Beschriftungsstreifen sind dreizeilig bedruckbar, für viel Informationen auch bei wenig Platz im Schaltschrank.

3. TOPJOB®S-Reihenklemmen: im Handumdrehen sicher verkabelt

Das seit zehn Jahren im Markt bewährte Reihenklemmensystem TOPJOB® S ist für Leiterquerschnitte von 0,14 mm2 bis 95 mm2 geeignet. Zudem bietet das Programm ein kontinuierlich wachsendes Sortiment an Funktionsklemmen für unterschiedliche Anwendungen. Eine Beschriftung ist auf der Klemmenoberseite wie auch an den Seiten möglich. Beschriftungsstreifen und Beschriftungsschilder (WMB Inline) lassen sich über die gesamte Klemmenschiene durchgehend aufbringen, unabhängig davon, welche Klemmengröße zum Einsatz kommt.

Alles zum WAGO-Beschriftungssystem mit Druckern, Software und Beschriftungsmaterial unter: www.wago.com/printer

Praxistipp als PDF-Datei

Bei verdrahteten Installations-Etagenklemmen bleibt nur die obere Beschriftungsaufnahme sichtbar

Moderne Gebäudeinstallationen werden immer umfangreicher und Verteiler zur Zeit- und Kosteneinsparung immer dichter mit Installationsgeräten und Klemmen bestückt. Um den Überblick zu behalten, empfiehlt sich insbesondere beim Einsatz von TOPJOB® S Installations-Etagenklemmen der praktische WAGO-Beschriftungsstreifen.

Der Streifen lässt sich leicht in die obere Beschriftungsaufnahme einsetzen und garantiert auch im eingebauten Zustand eine immer sichtbare Beschriftung bis zu drei Zeilen. Das ermöglicht Ihnen, die beiden N- und L-Funktionsebenen der TOPJOB® S Installations-Etagenklemme individuell zu kennzeichnen und gleichzeitig eine Gruppenbeschriftung über mehrere Klemmen zu realisieren. Selbstverständlich sind auch die einfache Nummerierung von Stromkreisen sowie die Gruppenbeschriftung für gleichartige Stromkreise über mehrere Klemmen möglich.

Der handliche DYMO 3M PL300 (Bestellnr. 258-6000) überzeugt besonders beim TOPJOB® S-Streifendruck

Einfache und flexible Beschriftung mit dem DYMO 3M PL300

Mit dem handlichen und leicht transportablen Drucker für den flexiblen Einsatz in der Werkstatt und vor Ort auf der Baustelle können über PC oder Laptop alle Varianten der WAGO-Beschriftungssoftware genutzt werden. Auf der Baustelle lässt sich der DYMO 3M PL300 auch ohne Rechner als Handgerät zur Einzel- und Gruppenbeschriftung von Klemmengruppen einsetzen.

Praxistipp als PDF-Datei

Die Versorgung von dezentralen Steuerungen, Schaltrelais und Aktoren erfordert in Kleinverteilern und flachen Bedienpulten kompakte, aber dennoch leistungsstarke Netzgeräte. Die Stromversorgungsfamilie EPSITRON® COMPACT Power ist genau für diesen Anwendungsfall konzipiert: Mit lediglich 55 mm Bauhöhe passen die Geräte selbst dort, wo nur wenig Platz zur Verfügung steht. Durch das Reiheneinbauformat mit Baubreiten 54, 72 oder 90 mm (entsprechend 3, 4 oder 5 Teilungseinheiten gem. DIN 43880) lassen sich die Geräte ohne Platzverlust auch in Kleinverteiler und Zählerplätze montieren.

Überkopfmontage zulässig (Derating beachten)

Eine natürliche Konvektion ist je nach Einbausituation nicht immer gegeben, z.B. bei Überkopfmontage. Ist eine solche Montageart unumgänglich, bietet sich der Einsatz der COMPACT-Power-Netzgeräte an. Sie sind mit entsprechendem Derating universell montierbar.

Typischerweise sind für dezentrale Versorgungen Spannungen DC 12 V oder 24 V notwendig, mit Ausgangsleistungen bis etwa 100 W. Dies bieten die COMPACT-Power- Netzgeräte, deren Ausgangsspannung selbstverständlich galvanisch getrennt ist zur Eingangsseite und die Anforderungen gem. EN 60950-1 erfüllt (SELV, Safety Extra Low Voltage). Der große Einstellbereich der Ausgangsspannung kann zum Ausgleich von Leitungsverlusten verwendet werden oder er versorgt z. B. Messtechnik mit Sonderspannungen wie DC 15 V oder 18 V. Bei Überlast oder Kurzschluss reagieren die Geräte mit einem Konstantstromverhalten, d.h. sie begrenzen den Ausgangsstrom auf etwa 110 % des Nennstroms. Dieses Verhalten ist vorteilhaft, wenn z.B. eine angeschlossene Last aufgrund interner Kapazitäten einen hohen Anlaufstrom hat. Die COMPACT-Power-Netzgeräte können durch dieses Verhalten jede Last zuverlässig starten, solange der Dauerstrom unter dem Nennstrom des Netzgerätes liegt.

Gehäuse im Reiheneinbauformat (3, 4 oder 5 Teilungseinheiten)

Eine rasche und fehlerfreie Inbetriebnahme ist immer wünschenswert. Das werkzeuglose Aufrasten auf die Tragschiene DIN 35, die farbliche Kennung von Eingangs- und Ausgangsseite, die Beschriftung der rüttelsicheren und wartungsfreien CAGE CLAMP®-Anschlüsse sowie eine DC-O.K.-Anzeige der COMPACT-Power-Netzgeräte unter stützen den Anwender dabei.

Weitbereichseingang AC 85 … 264 V und Netzausfallüberbrückung dienen der Versorgungssicherheit, selbst bei Spannungseinbrüchen von mehr als einer Periodendauer.

Die COMPACT-Power-Geräte erfüllen Schutzklasse II, der primärseitige Anschluss erfolgt einfach an L und N, Ableitströme gegen PE können nicht auftreten. Ein Vorteil bei Betrieb in IT-Netzen, wie sie z.B. in Krankenhäusern anzutreffen sind. WAGO bietet aktuell sieben verschiedene COMPACT-Power-Netzgeräte mit Nennausgangsströmen 1,3 A, 2,5 A und 4 A (DC 24 V), 2 A, 4 A und 6,5 A (DC12 V) sowie 2A (DC 18V) an.

Stromversorgungen der Familie EPSITRON® COMPACT Power

Bestellnr. Ausgangsnennwerte
787-1001 DC 12 V/2 A
787-1011 DC 12 V/4 A
787-1021 DC 12 V/6,5 A
787-1017 DC 18 V/2 A
787-1002 DC 24 V/1,3 A
787-1012 DC 24 V/2,5 A
787-1022 DC 24 V/4 A

Praxistipp als PDF-Datei

Die Leistungsfähigkeit von Solarstromanlagen hängt nicht nur von der Sonneneinstrahlung, sondern auch vom fehlerfreien Betrieb der Solarmodule ab. Um diesen zu kontrollieren, lassen sich mit den WAGO-Stromsensoren 789-620 und 789-621 während des Betriebs in den Messbereichen von 0 bis 80 A DC und 0 bis 140 A DC Strommessungen vornehmen – bei einer Messgenauigkeit von 0,5 % vom Endwert. Anhand der Messergebnisse lässt sich ein Defekt an Solarmodulen schnell herausfinden.

Der Stromsensor kann als MODBUS-Slave an das WAGO-I/O-SYSTEM, an die To-Pass-Fernwirkmodule oder auch an die HMI-Panels aus der Produktfamilie PERSPECTO® angeschlossen werden. Pro RS-485-Line können bis zu 32 Sensoren in Reihe geschaltet werden. Die Adressierung erfolgt über DIP-Schalter. Mit diesen Eigenschaften lassen sich kostengünstig und einfach Monitoring- Applikationen in Photovoltaikanlagen installieren.

Praxistipp als PDF-Datei

de_at
Leider konnte das Dokument nicht in der Merkliste gespeichert werden.
Erfolgreich in Merkliste gespeichert.
Die Seite wurde in der Merkliste abgelegt.
Das Infomaterial wurde in der Merkliste abgelegt.
Das Dokument wurde in der Merkliste abgelegt.
../../../navigation-complete.html